Mit diesen Problemen haben IT-Startups zu kämpfen

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Mit diesen Problemen haben IT-Startups zu kämpfen
Probleme für IT-Startups: Finanzierung, altbackene Kunden und Bürokratie

Für mehr als die Hälfte aller deutschen IT-Startups stellen die Finanzierung, altbackene Kunden und Bürokratie besonders große Hemmnisse bei der Gründung dar. Dies ist das Ergebnis des Bitkom Start-up Reports 2016.

Finanzierung ist größtes Problem der IT-Startups

Über die Hälfte der deutschen IT-Startups (55 Prozent) beklagen laut der Befragung die schwierigen Finanzierungsbedingungen, von denen sie sich stark eingeschränkt fühlen. So kommt im Schnitt erst nach zehn Gesprächen mit verschiedenen Business Angels eine Finanzierung zustande. Dabei verstreichen im Schnitt fünf Monate. Wer sich an Venture-Capital-Geber wendet, muss mit durchschnittlich 22 Kapitalgebern sprechen, was im Schnitt sieben Monate dauert, bis die Finanzierung steht.

Dabei legen die meisten IT-Gründer gar keinen Wert auf prominente Geldgeber. Eine deutliche Mehrheit von 87 Prozent gab an, dass der Investor vor allem zum Produkt passen und nicht zwangsläufig berühmt sein muss.

Ein Börsengang als Finanzierungsquelle kann sich zumindest jeder dritte Gründer vorstellen, doch nur ein Prozent der Befragten verfolgen dieses Ziel konkret.

Dabei ist gerade eine solide Finanzierung essenziell für IT-Startups, denn nur jeder dritte der Gründer (34 Prozent) verfügt über ausreichend finanzielle Mittel für die nächsten 24 Monate. Daraus ergibt sich ein Kapitalbedarf von 2,4 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren.

Weitere Schwierigkeiten der IT-Gründer

Ebenfalls 55 Prozent gaben an, dass traditionelle Denkmuster und Handlungsweisen der Kunden die Arbeit der Gründer erschweren. Außerdem bestätigten 52 Prozent der Befragten, dass die allgemeine Bürokratie ein großer Stolperstein auf dem Weg in die eigene Unternehmung ist. Vielleicht ist das der Grund, warum jeder dritte Gründer lieber in den USA seinen Firmenstandort eröffnet hätte.

Standortwahl der IT-Startups

Immerhin: 46 Prozent der Gründer behaupten, dass sich die Situation für ihr Startup in den letzten beiden Jahren verbessert hat. 52 Prozent geben sogar an, dass sich die allgemeine Situation für Startups in Deutschland verbessert hat. Daher würden 44 Prozent der Befragten Deutschland als Firmenstandort wählen, wenn sie „völlig frei von äußeren Zwängen noch einmal den Standort ihres Startups wählen könnten“. Etwa jeder dritte, 32 Prozent, würde unter diesen Umständen die USA bevorzugen.

Die Gründe dafür sind vor allem die besseren Finanzierungsbedingungen im Ausland (84 Prozent der Befraten), die geringeren Regulierungen (56 Prozent der Befragten) sowie die Nähe zu potenziellen Kunden (39 Prozent). Weitere Gründe waren:

  • Besserer Austausch mit anderen Startups (34 Prozent)
  • Besserer Zugang zu Personal (26 Prozent)
  • Nähe zu exzellenten Wissenschaftseinrichtungen (16 Prozent)
  • Persönliche Gründe (9 Prozent)

Weitere Informationen zum Thema Existenzgründung und Finanzierung erhalten Sie im Rahmen eines Gründercoachings der EWU Dr. Wallberg & Partner GmbH.


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