Psychologie: Tipps zum Verhalten im Vorstellungsgespräch

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Tafelschrift: Tipps zum Verhalten im Vorstellungsgespräch
Verhalten im Vorstellungsgespräch: Tipps aus der Psychologie

Wenn Sie im Bewerbungsgespräch den Personaler für sich gewinnen wollen, kommt es neben Fachwissen und Fähigkeiten auch auf ein angemessenes Verhalten im Vorstellungsgespräch an. Seien Sie selbstbewusst, aber höflich – und vor allem: Nutzen Sie ein paar Tricks aus der Psychologie, um bei Ihrem Gegenüber einen positiven Eindruck zu hinterlassen!

Trick 1: Körpersprache

Noch bevor Sie eine Begrüßungsformel an Ihr Gegenüber richten können, hinterlassen Sie bereits einen ersten Eindruck. Denn in der Regel werden Sie zuerst gesehen und erst danach gehört. Sie verlassen beispielsweise den Fahrstuhl oder stehen mit dem Rücken zum Personaler, während Ihnen die Sekretärin erklärt, noch einen Moment zu warten. Dies alles sind gängige Situationen und doch wissen nur die wenigsten, dass sie hier bereits in die Trickkiste greifen können.

Ihre Körpersprache gibt viel von Ihnen preis, daher sollten Sie schon vor der Begrüßung darauf achten. Stehen Sie aufrecht und achten Sie auf Körperspannung – das strahlt Selbstbewusstsein aus. Sollten Sie sitzend warten, stellen Sie beide Beine auf den Boden – das vermittelt Ihnen und Ihrem Gegenüber Sicherheit und Stabilität.

Allgemeine Grundregel für ein souveränes Verhalten im Vorstellungsgespräch: Vermeiden Sie hektische Gesten, sondern bewegen Sich sich mit Bedacht. Spielen Sie nicht an Knöpfen, Ärmeln oder Haaren herum, das offenbart dem Gegenüber nur Ihre Nervosität.

Trick 2: Wachsam bleiben

Schalten Sie gedanklich nicht ab, während Sie auf den Personalreferenten warten. Lassen Sie Ihren Blick immer wieder durch den Raum schweifen, um rechtzeitig Personen wahrzunehmen, die sich auf Sie zu bewegen. Nichts ist peinlicher, als beim Tippen einer Nachricht oder beim Tagträumen vom Personaler überrascht zu werden.

Steht die zuständige Person schließlich vor Ihnen, nehmen Sie direkten Augenkontakt auf. Damit begegnen Sie Ihrem Gegenüber auf Augenhöhe, was Ihr Selbstbewusstsein ebenfalls unterstreicht.

Trick 3: Die Kunst des Zögerns

Nun steigen wir in die höhere Kunst der Psychologie ein: Haben Sie den Augenkontakt zu Ihrem Gegenüber hergestellt, zögern Sie kurz, bevor Sie eine Reaktion – z.B. ein Lächeln – zeigen.

Die Methodik und der daraus resultierende Effekt sind leicht erklärt: Wenden Sie sich sofort (also vor Augenkontakt) mit einem Lächeln an Ihr Gegenüber, nimmt dieser Sie als einen allgemein freundlichen Menschen wahr. Das ist per se nichts Schlechtes. Stellen Sie das Lächeln jedoch erst ein, nachdem Sie Ihr Gegenüber bewusst wahrgenommen haben, entsteht bei diesem der Eindruck, dass Sie speziell ihn anlächeln. Er oder sie wird sich geschmeichelt fühlen und gewiss ein Lächeln zurück schenken – das Eis ist gebrochen.

Üben Sie diesen Trick gern daheim vor dem Spiegel: Stellen Sie sich mit dem Rücken zum Spiegel, dann drehen Sie sich um. Sobald Sie Augenkontakt mit Ihrem Spiegelbild aufgenommen haben, schenken Sie ihm ein Lächeln und strecken die Hand zur Begrüßung aus. Macht das auf Sie einen natürlichen, offenen Eindruck? Wenn nein, müssen Sie noch ein bisschen weiter üben. Wenn ja, haben Sie eine wichtige Regel für das Verhalten im Vorstellungsgespräch bereits verinnerlicht.

Trick 4: Bitte lächeln!

Natürlich sollte es nicht bei einem Begrüßungslächeln bleiben. Nutzen Sie Ihr Lächeln auch in anderen Situationen, um die Spiegelneuronen Ihres Gegenübers zu aktivieren: Lächeln Sie, wenn Sie sich für den angebotenen Kaffee bedanken. Lächeln Sie, wenn Sie Ihre Stärken benennen oder über erwähnenswerte Leistungen aus Ihrer bisherigen Berufslaufbahn erzählen.

Das wird nicht nur Ihnen ein Gefühl der Entspanntheit verschaffen. Ihr Gegenüber wird dank der Spiegelneuronen Ihr Lächeln mit einem Lächeln seinerseits beantworten, sodass sich auch bei ihm ein gewisses Wohlbefinden einstellt – eine wunderbare Kennlernatmosphäre entsteht.

Trick 5: Das Resonanzphänomen

Schließlich noch ein ganz entscheidender Tipp für das Verhalten im Vorstellungsgespräch: Imitieren Sie Ihr Gegenüber. Natürlich auf subtile Art und Weise, denn auch hier werden Spiegelneuronen aktiv. Wenn Sie etwa Gesagtes wiederholen, fühlt sich Ihr Gegenüber verstanden. Ein Beispiel:

Personaler: „Ich entnehme Ihrem Lebenslauf, dass Sie zuletzt als Projektleiter an der Entwicklung einer neuen Software gearbeitet haben. Erzählen Sie mir ein bisschen von Ihren Aufgaben in dieser Position.“

Imitierende Antwort von Ihnen: „Wie Sie bereits sagten, war die Software neu. Das heißt ich stand vor vielen Herausforderungen wie der Prüfung von Patentrechten.“

Sie können auch die Körpersprache Ihres Gegenübers imitieren, indem Sie beispielsweise ebenfalls die Beine überschlagen. Achten Sie darauf, dass der Personaler die Imitation nicht bewusst bemerkt. Sein Unterbewusstsein wird jedoch sehr wohl registrieren, dass Sie eine ähnliche Körperhaltung einnehmen, was Ihnen automatisch gewisse Sympathiepunkte einbringen wird.


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