Trotz Lücken im Lebenslauf zum Wunsch-Job

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Lücke
Mut zur Lücke: Auch ohne durchgängigen Lebenslauf zum Wunsch-Job

Viele Bewerber haben aufgrund von Lücken im Lebenslauf Hemmungen, sich für Ihren Wunsch-Job zu bewerben. Dabei ist der Arbeitsmarkt häufig viel offener und toleranter, als viele glauben. Die meisten HR-Referenten wissen, dass es den Kandidaten, der das Stellenprofil zu 100 Prozent erfüllt, nicht gibt. Fehlende Kenntnisse und Fähigkeiten können jedoch häufig mit den entsprechenden Soft-Skills ausgebügelt werden.

Blick nach Schweden: IKEA bietet keinen Arbeitsplatz, sondern ein Zuhause

Die Schweden gelten als besonders liberal, offen und sozial im Umgang mit Mitarbeitern und Kollegen. Bei IKEA herrscht beispielsweise der Grundsatz: Jeder wird als Talent angesehen („Everybody is seen as a talent“). Das schwedische Möbelhaus möchte seinen Mitarbeitern keinen Arbeitsplatz, sondern ein Zuhause bieten. Je mehr Werte des Mitarbeiters sich mit denen von IKEA decken, umso besser.

Ähnlich sollten auch Sie den Bewerbungsprozess betrachten: Welche Werte, Vorstellungen und Ideen teilen Sie mit Ihrem Wunsch-Arbeitgeber? Gemeinsamkeiten sind die beste Ausgangslage für eine Zusammenarbeit. Nutzen Sie dieses Potenzial bereits in Ihrem Anschreiben und betonen Sie die Softskills, die Sie für diese Stelle qualifizieren. Dann spielen fehlende Kenntnisse und Fertigkeiten eine untergeordnete Rolle. Wer beispielsweise ambitioniert und wissensdurstig ist, kann Wissenslücken schnell schließen. Wer ähnlich wie das Unternehmen auf Transparenz und Nachhaltigkeit Wert legt, agiert auf ganz natürliche Weise im Sinne der Corporate Identity.

Offenheit überzeugt im Vorstellungsgespräch

Wenn Sie zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden, gilt es erst recht, offen und ehrlich zu sein. Zum einen hilft es Ihnen nicht weiter, wenn Sie versuchen, fehlende Kenntnisse oder Lücken im Lebenslauf zu vertuschen. Zum anderen haben Personaler ein geübtes Auge und eine sehr gute Menschenkenntnis. Sie würden schnell bemerken, wenn Sie „nicht Sie selbst“ sind. Allerdings wird es der HR-Referent zu schätzen wissen, wenn Sie ehrlich und sachlich begründen, warum sie beispielsweise längere Zeit arbeitslos waren (Umzug, Weltreise, Weiterbildung) oder warum Ihre Englischkenntnisse eingerostet sind (kein Bedarf im letzten Job, keine Möglichkeiten zur täglichen Anwendung).

Um zu beweisen, wie ernst es Ihnen mit Ihrem Wunsch-Job wirklich ist, zeigen Sie Eigeninitiative! Offerieren Sie, sich bis zum Arbeitsbeginn in eine gewisse Thematik einzuarbeiten. Bieten Sie ein, zwei Tage Probearbeiten an. Auf diese Weise erfahren Sie auch selbst, ob Sie sich in dem Job wohlfühlen werden.

Als dynamischer, lernbereiter und engagierter Mitarbeiter haben Sie die besten Chancen, den vermeintlichen Musterbewerber mit 1A-Noten und einer langen Liste an Zertifikaten auszustechen.


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