7 Gründe gegen das Gründen – und wie Sie diese Hürden überwinden

Studie: Gründe gegen das Gründen
In Deutschland werden immer weniger Startups gegründet. Doch woran liegt das? Eine aktuelle Umfrage hat Gründe gegen das Gründen aufgedeckt.

In Deutschland machen sich zwar wieder etwas mehr Menschen selbstständig – doch von einem echten Gründungsboom ist das Land weit entfernt. Laut dem KfW-Gründungsmonitor 2025 stieg die Zahl der Existenzgründungen im Jahr 2024 zwar leicht auf 585.000, doch KfW-Ökonom Dr. Georg Metzger stellt klar: „Seit 2018 befindet sich die Gründungstätigkeit in Deutschland im Seitwärtstrend.” Gleichzeitig zeigt der Global Entrepreneurship Monitor 2024/2025, dass die Gründungsquote in Deutschland mit 9,8 Prozent zwar auf einem Allzeithoch liegt – im internationalen Vergleich bleibt aber die Lücke zwischen Gründungswunsch und tatsächlicher Umsetzung groß.

Was hält Menschen davon ab, den Schritt wirklich zu wagen? In diesem Artikel erfahren Sie, welche Gründe am häufigsten gegen das Gründen sprechen – und was Sie konkret dagegen tun können.

Warum gründen so wenige Menschen in Deutschland?

Das Gründungsklima in Deutschland ist im internationalen Vergleich schwach ausgeprägt. Der Global Entrepreneurship Monitor, der seit 1999 das Gründungsgeschehen weltweit beobachtet, zeigt ein klares Muster: Der Wunsch, ein eigenes Unternehmen aufzubauen, ist bei vielen vorhanden – die tatsächliche Bereitschaft, diesen Schritt zu gehen, jedoch nicht.

Eine Umfrage des Talent-Investors Entrepreneur First unter 1.500 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren macht deutlich, warum das so ist. Die Ergebnisse zeigen: Es sind vor allem konkrete Ängste, finanzielle Unsicherheiten und fehlende Orientierung, die den Schritt in die Selbstständigkeit verhindern. Gleichzeitig belegt dieselbe Studie: Wer in Deutschland einmal gegründet hat, gibt sein Unternehmen seltener auf als Gründer in anderen Ländern. Das spricht für eine hohe Qualität der Gründungsentscheidungen – sobald der erste Schritt gemacht ist.

Die 7 häufigsten Gründe gegen das Gründen

1. Angst vor dem Scheitern

Laut der Entrepreneur-First-Studie glaubt jeder vierte Befragte, den Herausforderungen einer Gründung nicht gewachsen zu sein. Diese Angst ist nachvollziehbar, aber selten realistisch eingeschätzt. Viele angehende Gründer überschätzen das Risiko und unterschätzen gleichzeitig ihre eigenen Fähigkeiten.

Scheitern gehört zum Unternehmertum dazu – und ist kein Endpunkt, sondern ein Lernschritt. Ein strukturiertes Gründungscoaching hilft dabei, Risiken realistisch einzuschätzen und die eigene Geschäftsidee auf eine solide Basis zu stellen.

2. Fehlendes Startkapital

Knapp ein Drittel der Befragten nennt fehlendes Kapital als zentrales Hindernis. Dabei wird häufig übersehen, dass es für viele Gründungsvorhaben gezielte Förderangebote gibt – darunter den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit, KfW-Förderkredite oder Mikrokredite für Kleinunternehmen. Laut KfW-Gründungsmonitor 2025 kommen sieben von zehn Existenzgründungen sogar ganz ohne Fremdkapital aus.

Informieren Sie sich daher frühzeitig über Fördermöglichkeiten. Mit einem AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) können Sie außerdem ein professionelles Gründungscoaching kostenfrei in Anspruch nehmen – inklusive gezielter Unterstützung bei der Finanzierung Ihrer Unternehmensgründung.

3. Unsicherheit über die Geschäftsidee

Viele Menschen wollen gründen, wissen aber nicht womit. Oder sie haben eine Idee, sind sich aber unsicher, ob der Markt dafür bereit ist. Diese Unsicherheit führt dazu, dass der Schritt in die Selbstständigkeit immer wieder aufgeschoben wird.

Eine fundierte Markt- und Zielgruppenanalyse schafft hier Klarheit. Dabei müssen Sie nicht alleine vorgehen – erfahrene Gründungsberater helfen dabei, Ideen zu schärfen und auf ihre Tragfähigkeit zu prüfen.

4. Angst vor bürokratischen Hürden

Gewerbeanmeldung, Steuernummer, Sozialversicherung, Versicherungspflichten – der administrative Aufwand einer Gründung wirkt auf viele abschreckend. Insbesondere für Erstgründer ohne betriebswirtschaftlichen Hintergrund erscheint der Papierkram unüberschaubar.

Die meisten Formalitäten lassen sich jedoch Schritt für Schritt abarbeiten. Eine strukturierte Gründungscheckliste und professionelle Begleitung reduzieren den gefühlten Aufwand erheblich.

5. Fehlendes Netzwerk und fehlende Unterstützung

Gründen ist kein Einzelsport – aber viele angehende Gründer fühlen sich allein gelassen. Kein Mentor, kein Netzwerk, keine Anlaufstelle: Das verstärkt das Gefühl, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein.

Gründernetzwerke, Coworking-Spaces und professionelle Beratungsangebote bieten hier Orientierung und Austausch. Auch ein AVGS-gefördertes Coaching schließt diesen Bedarf direkt ab.

6. Zweifel an der eigenen Eignung

„Bin ich überhaupt der Typ dafür?” – Diese Frage stellen sich viele. Das Bild des geborenen Unternehmers hält sich hartnäckig, obwohl unternehmerische Fähigkeiten zu einem großen Teil erlernbar sind.

Stärken- und Kompetenzanalysen im Rahmen eines Coachings helfen dabei, das eigene Potenzial realistisch einzuschätzen – und Lücken gezielt zu schließen.

7. Sorge vor dauerhafter Überlastung

Viele befürchten, dass Selbstständigkeit automatisch mit dauerhafter Überlastung und fehlender Freizeit verbunden ist. Dieses Bild ist nicht grundlos – aber es ist auch nicht zwangsläufig die Realität.

Eine realistische Planung von Arbeitszeit, Ressourcen und Skalierungsstrategie von Beginn an schafft eine nachhaltigere Grundlage für die Selbstständigkeit. Deshalb lohnt es sich, diese Fragen schon vor der Gründung offen anzusprechen – am besten gemeinsam mit einem erfahrenen Coach.

Was spricht trotzdem für das Gründen?

Zweifel sind berechtigt – und sogar wichtig. Sie helfen dabei, die eigene Geschäftsidee kritisch zu hinterfragen und besser vorzubereiten. Entscheidend ist, ob diese Zweifel als Stoppsignal oder als Orientierungshilfe genutzt werden.

Laut KfW-Gründungsmonitor 2025 gründen knapp zwei Drittel aller Gründerinnen und Gründer (65 Prozent) aus Überzeugung – weil sie die Selbstständigkeit gegenüber einer Anstellung bevorzugen und vor allem die Unabhängigkeit schätzen. Außerdem zeigt der Global Entrepreneurship Monitor 2024/2025: Deutsche Unternehmen, die einmal gegründet haben, geben ihr Geschäft seltener auf als Gründer in anderen Ländern. Das spricht für eine hohe Qualität der Gründungsentscheidungen hierzulande – und dafür, dass eine gute Vorbereitung den Unterschied macht.

Wie können Sie Ihre Gründungshindernisse konkret überwinden?

Unsere Gründungsberatung begleitet Sie individuell – von der ersten Geschäftsidee bis zur Markteinführung. Im modularen Coaching analysieren wir gemeinsam Ihre Idee, klären offene Fragen und entwickeln eine tragfähige Strategie. Ein eigenes Modul widmet sich dabei gezielt der Finanzierung Ihrer Unternehmensgründung.

Mit einem AVGS der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters kann Ihr Gründungscoaching vollständig kostenfrei sein. Sprechen Sie uns an – unverbindlich und kostenlos.

Häufige Fragen zu Gründungshindernissen

Was sind die häufigsten Gründe, warum Menschen nicht gründen?

Die häufigsten Gründe gegen das Gründen sind Angst vor dem Scheitern, fehlendes Startkapital, Unsicherheit über die Geschäftsidee, Angst vor Bürokratie sowie das Gefühl, nicht der „Typ” dafür zu sein. Laut einer Studie von Entrepreneur First nennt jeder vierte Befragte die Angst vor dem Scheitern als zentrales Hindernis, knapp ein Drittel fehlt das notwendige Kapital.

Wie kann ich die Angst vor dem Scheitern beim Gründen überwinden?

Eine realistische Risikoeinschätzung und eine solide Vorbereitung helfen dabei, die Angst vor dem Scheitern zu reduzieren. Ein professionelles Gründungscoaching unterstützt Sie dabei, Ihre Idee zu prüfen, Risiken zu minimieren und einen konkreten Plan zu entwickeln.

Welche Förderung gibt es für angehende Gründer ohne Kapital?

Angehende Gründer können unter anderem den Gründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit, KfW-Förderkredite oder einen AVGS für ein kostenloses Gründungscoaching beantragen. Welche Förderung für Sie infrage kommt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.

Muss ich ein geborener Unternehmer sein, um zu gründen?

Nein. Unternehmerische Fähigkeiten sind zu einem großen Teil erlernbar. Wichtiger als angeborene Eigenschaften sind eine realistische Selbsteinschätzung, eine tragfähige Idee und die Bereitschaft, sich professionelle Unterstützung zu holen.