Ein Deckblatt ist in der Bewerbung kein Pflichtbestandteil, aber es kann sinnvoll sein. Ob Sie eines beilegen sollten, hängt von der Bewerbungsform, der Branche und Ihrem persönlichen Auftritt ab. Dieser Artikel erklärt, wann ein Deckblatt einen echten Mehrwert bringt – und wann Sie darauf verzichten können.
Die Frage, ob ein Deckblatt in die Bewerbung gehört, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind drei Faktoren: die Bewerbungsform, die Branche und die Qualität des Deckblatts selbst. Denn ein schlecht gestaltetes Deckblatt schadet mehr, als es nützt.
Bei einer Online-Bewerbung per E-Mail oder über ein Bewerbungsportal ist ein Deckblatt in den meisten Fällen nicht notwendig. Das Anschreiben übernimmt die Funktion des ersten Eindrucks. Außerdem vergrößert ein Deckblatt mit Foto die PDF-Datei erheblich – und viele Personaler bevorzugen kompakte Bewerbungsunterlagen unter 3 MB. Wenn Sie dennoch ein Deckblatt beifügen, achten Sie auf eine optimierte Bildkomprimierung.
Bei einer klassischen Mappe kann ein Deckblatt sinnvoll sein, da es die Unterlagen optisch abschließt und einen strukturierten ersten Eindruck vermittelt. Beachten Sie jedoch, dass ein loses Deckblatt leicht verloren gehen kann. Befestigen Sie es deshalb sicher in der Mappe.
In kreativen Berufen – etwa in Design, Marketing oder Medien – kann ein gestalterisch ansprechendes Deckblatt Ihre Fähigkeiten direkt unter Beweis stellen. In konservativen Branchen wie Recht, Finanzen oder Verwaltung ist ein Deckblatt hingegen weniger üblich und oft nicht erwartet. In technischen Berufen wie der IT spielt es kaum eine Rolle.
Pro Deckblatt
Contra Deckblatt
Fazit: Legen Sie ein Deckblatt nur bei, wenn es wirklich ansprechend gestaltet ist und zur Stelle sowie Branche passt. Andernfalls beginnen Sie direkt mit dem Bewerbungsschreiben.
Ein Deckblatt folgt keiner starren Vorlage, sollte aber bestimmte Informationen enthalten, damit es seinen Zweck erfüllt.
Die Überschrift lautet üblicherweise „Bewerbung” oder „Bewerbungsunterlagen” – am besten fett und in größerer Schrift hervorgehoben. Darunter nennen Sie die konkrete Stelle, auf die Sie sich bewerben, analog zum Betreff im Bewerbungsschreiben.
Das Foto darf auf dem Deckblatt größer sein als im Lebenslauf, was einen persönlicheren Eindruck ermöglicht. Achten Sie auf die Blickrichtung: Schaut die Person auf dem Foto nach links, sollte es rechts auf der Seite platziert sein – sonst entsteht der Eindruck, aus der Seite herauszuschauen. Verwenden Sie ausschließlich ein professionelles Bewerbungsfoto.
Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind Pflicht. Optional können Sie auch Ihre Website oder ein LinkedIn-Profil ergänzen, sofern diese professionell gepflegt sind.
Listen Sie alle beigefügten Dokumente in der Reihenfolge auf, in der sie erscheinen – also zum Beispiel: Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Arbeitszeugnisse, Arbeitsproben. Das gibt Personalern sofort einen Überblick.
Verwenden Sie eine klare, gut lesbare Schriftart – dieselbe wie im restlichen Bewerbungsset. Das Deckblatt sollte optisch zur gesamten Bewerbung passen. Zu viele Farben oder grafische Elemente wirken schnell unprofessionell. Weniger ist in der Regel mehr.
Das Foto sollte professionell und aktuell sein. Eine Größe von etwa 4 x 5 cm bis 6 x 8 cm ist üblich. Platzieren Sie es so, dass es das Layout nicht dominiert, sondern ergänzt. Achten Sie auf ausreichend Weißraum um das Foto herum.
Viele Unternehmen nutzen heute Bewerbermanagementsysteme (ATS – Applicant Tracking Systems), die Bewerbungsunterlagen automatisch einlesen und auswerten. Ein Deckblatt wird von diesen Systemen in der Regel nicht ausgewertet – es belegt lediglich Speicherplatz. Wenn Sie sich über ein Online-Portal bewerben, können Sie auf das Deckblatt deshalb in den meisten Fällen verzichten. Prüfen Sie im Zweifel die Stellenausschreibung: Wird ein Deckblatt ausdrücklich gewünscht, fügen Sie es selbstverständlich bei.
Nein, ein Deckblatt ist kein Pflichtbestandteil einer Bewerbung. Es ist optional und wird von Personalern unterschiedlich bewertet. Entscheidend ist, ob es zur Stelle, zur Branche und zur Bewerbungsform passt.
Das Deckblatt wird üblicherweise ganz vorne platziert – also vor dem Bewerbungsschreiben. Im Wortsinn „deckt” es die restlichen Unterlagen ab. Manche Ratgeber empfehlen das Deckblatt direkt als erstes Dokument, andere bevorzugen das Anschreiben an erster Stelle. Beides ist vertretbar.
In der Regel nicht. Bei digitalen Bewerbungen ist ein Deckblatt meist nicht notwendig und erhöht nur die Dateigröße. Legen Sie es nur bei, wenn es wirklich ansprechend gestaltet ist oder ausdrücklich gewünscht wird.
Ein gutes Deckblatt ist klar strukturiert, enthält alle relevanten Informationen, wirkt optisch stimmig zur restlichen Bewerbung und enthält ein professionelles Foto. Es sollte auf einen Blick erfassbar sein und keinen überladenen Eindruck machen.
Sie sind sich unsicher, ob Ihre Bewerbung ein Deckblatt benötigt – oder wie Sie Ihre Unterlagen insgesamt überzeugend gestalten? Unsere Coaches helfen Ihnen bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen und bereiten Sie Schritt für Schritt auf den gesamten Bewerbungsprozess vor.