Keine Angst vor dem Assessment Center!

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Keine Angst vor dem Assessment Center!
Wir geben Tipps für das Assessment Center!

In einem Assessment Center müssen sich Bewerber meist in der Gruppe behaupten. Doch wer überzeugt hier mehr – der Teamplayer oder das Alphatier? Aufgrund dieser Ungewissheit ist das Assessment Center für viele ein rotes Tuch. Eigentlich zu unrecht.

Es ist für viele der Albtraum schlechthin: Während sich ein Bewerber im Vorstellungsgespräch „nur“ vor dem künftigen Chef und seinem Personalreferenten gegenüber behaupten muss, ist er bei einem Assessment Center auch noch zusätzlich seinen direkten Konkurrenten – nämlich mehreren Mitbewerbern – ausgesetzt. Unter all den anderen gilt es, die Chefs von der eigenen Persönlichkeit zu überzeugen. Doch wie gelingt das? Wenn man ein paar einfache Regeln beachtet eigentlich ganz leicht.

Die Mitbewerber beobachten

Bevor Sie sich kopfüber in die gestellte Aufgabe stürzen, sollten Sie Ihre Kompagnons beobachten. Denn die größte Gefahr im Assessment Center ist, sich in der Masse zu verstecken und unterzugehen. Schauen Sie daher genau hin: Gibt es bereits genügend kreative Köpfe in der Gruppe? Wenn ja, bedarf es keiner vierten, fünften oder sechsten Meinung, sondern jemanden, der die Vorschläge sortiert und strukturiert, um sie zu einem Ergebnis zu führen.

Falls in der Runde die Strategen dominieren, bringen Sie frische Ideen ins Spiel! In jedem Falle sollten Sie sich eine Nische suchen – eine Rolle, die in der Gruppe noch nicht mehrfach besetzt ist. Nur so stechen Sie mit Ihren Ideen und Vorschlägen positiv aus der Masse hervor.

Aufgaben im Assessment Center

Auf die konkreten Aufgaben im Assessment Center können Sie sich nicht vorbereiten. Sie werden von der Firma, die das Assessment Center durchführt, nicht vorher kommuniziert und aufgrund der vielen Teilnehmer entsteht sowieso eine Gruppendynamik, die sich nicht vorhersagen lässt.

Wenn Sie jedoch wissen, worauf die einzelnen Aufgabenmodelle abzielen, können Sie entsprechend agieren und den Personalern positiv auffallen.

Richtiges Verhalten in der Gruppendiskussion

Gruppendiskussionen sind im Assessment Center deshalb so beliebt, weil sich hier die Bewerber im direkten Vergleich präsentieren. Alle Teilnehmer sitzen in einer Runde und müssen ein bestimmtes Thema diskutieren. Dabei kann der eigene Standpunkt vertreten werden oder eine Meinung, die in einem Briefing vorab festgelegt wurde.

Personalverantwortliche beobachten hier vor allem die Soft Skills der Bewerber. Welche sozialen Kompetenzen besitzen Sie? Sind Sie ein kommunikativer Mensch? Können Sie die eigene Meinung sinnvoll begründen oder sich gegebenenfalls in andere Denkweisen hineinversetzen?

Hier ist es gar nicht wichtig, als erster das Wort zu ergreifen. Achten Sie lediglich darauf, dass Sie den anderen gut zuhören, sie persönlich ansprechen und strukturiert argumentieren.

Richtiges Verhalten im Rollenspiel

Eine weitere beliebte Methode ist das Rollenspiel. Hier werden Alltagssituationen wie Mitarbeiter- oder Kollegengespräche sowie Verhandlungen mit Drittdienstleistern simuliert. Der Gesprächspartner kann dabei ein anderer Bewerber oder der Personalreferent selbst sein.

Vorab erhält jeder ein kurzes Briefing zu seiner Rolle. Während des Gesprächs wird darauf geachtet, wie Sie Ihrem Gesprächspartner gegenübertreten und wie lösungsorientiert Sie verhandeln. Hinterfragen Sie daher den Standpunkt Ihres Gegenübers, um dessen Anliegen besser zu verstehen und Ihr Einfühlungsvermögen zu beweisen. Nur wenn Sie die Argumente Ihres Partners kennen, können Sie geschickt verhandeln und im Idealfall Ihre Interessen durchsetzen. Das Ergebnis des Gesprächs mit Ihrem Mitstreiter steht hier tatsächlich an zweiter Stelle.

Richtiges Verhalten im Konstruktionstest

Bei diesem Test müssen die Bewerber meist etwas physisches konstruieren: Ein kompliziertes Puzzle lösen, eine Brücke zwischen zwei Tischen oder Stühlen bauen, einen besonders hohen Turm aufstapeln oder ähnliches. Alle notwendigen Materialien werden zur Verfügung gestellt und nun geht es darum, innerhalb kürzester Zeit eine Lösung für die gesamte Gruppe zu finden.

Personaler beobachten dabei, welche Rolle jeder einzelne Teilnehmer einnimmt: Wer führt die Gruppe an? Wer hat kreative Ideen? Wer agiert still, baut aber fleißig mit? Ob die Konstruktion nach Ablauf der Zeit fertig ist oder nicht, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Besonders tricky: Vielleicht lässt sich das Projekt gar nicht beenden, weil bewusst notwendige Teile weggelassen wurden. In solchen Fällen wird geprüft, ob die Bewerber die Ruhe bewahren oder gar hinschmeißen.

Haben Sie bei dieser Aufgabe immer die ausgeschriebene Stelle im Hinterkopf. Wird eine Führungsperson gesucht? Dann führen Sie! Wird ein kreativer Kopf gesucht? Dann liefern Sie Ideen! Achten Sie allerdings darauf, Ihre Rolle nicht zu stark nach außen zu kehren. Ein gesunder Mix aus Mitmachen, Kreativsein und auch einmal das Wort ergreifen ist hier besonders gern gesehen. Sie sollten lediglich auf einen dieser Bereiche eine besondere Gewichtung legen. Damit zeigen Sie, dass Sie flexibel agieren können, ohne aus den Augen zu verlieren, was Ihr eigentlicher Job im Unternehmen ist.

Fazit

Je öfter man ein Assessment Center durchläuft, desto besser vorbereitet ist man für die verschiedenen Aufgaben. Gern trainieren wir mit Ihnen die klassischen Assessment-Situationen, damit Sie selbstbewusst in das nächste Vorstellungsgespräch gehen!

Weitere Hinweise dazu erhalten Sie in den Bewerbungstrainings der EWU Dr.Wallberg&Partner GmbH


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