Gründerschwund stabilisiert sich dank Gründerinnen

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Mehr Gründerinnen werden ihre eigene Chefin. Das hat Auswirkung auf die Grundungstätigkeit in Deutschland.
Die Gründungstätigkeit in Deutschland stabilisiert sich wieder – dank der steigenden Anzahl der Gründerinnen.

Der gegenwärtige Arbeitsmarkt habe einen starken Einfluss auf die Gründungstätigkeit in Deutschland, so die Auswertung des aktuellen Gründungsmonitors der staatlichen Förderbank KfW. Attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten seien der Grund dafür, dass die Zahl der Unternehmensgründungen im Jahr 2018 um insgesamt 2 % zum Vorjahr abnahm. Und doch habe es noch nie so viele Frauen gegeben, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagten.

Mehr Gründerinnen werden ihre eigene Chefin

Laut Auswertung der KfW handle es sich mit insgesamt 547.000 Menschen dennoch um eine Stabilisierung der Gründerzahl. Schließlich verzeichneten die Analysen, die ein umfassendes Bild des Gründungsgeschehens in Deutschland repräsentieren, in den drei Vorjahren deutlich stärkere Rückgänge. Der Gründerschwund sei abgebremst, ein erneuter Anstieg ist jedoch vorerst nicht zu erwarten.

Einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Gründerzahl leistete die positive Entwicklung der Gründungstätigkeit von Frauen: Mit einer Gesamtanzahl von 216.000 Gründerinnen stieg die Frauenquote um 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Gegenteiliges ist bei den männlichen Gründern zu verzeichnen: 331.000 Männer haben sich für eine Existenzgründung entschieden. Das entspricht einem Verlust von 5 % im Jahr 2018 zu 2017.

Attraktive Jobalternativen nehmen Einfluss auf Gründungstätigkeit

Dass nicht mehr Personen den Sprung in die berufliche Selbständigkeit wagen, ist nach wie vor auf die hervorragende Lage am deutschen Arbeitsmarkt zurückzuführen. Berufliche Entscheidungen fallen häufig zugunsten eines Angestelltenverhältnisses aus. Die Jobalternativen sind derzeit lukrativ, während die Rahmenbedingungen für deutsche Startups nicht passen.

Die Motivation, einer Geschäftsidee nachzugehen, hat demzufolge Auswirkung auf die Gründungstätigkeit. Voll- und Nebenerwerbsgründungen haben sich gegenteilig entwickelt:  Während die Zahl der Vollerwerbsgründer um 8 % anstieg, sank die Zahl der Nebenerwerbsgründer um knapp 11 % auf nun 292.000 Personen. Hinzu kommen die Herausforderungen bei der Etablierung eines Startups, mit denen sich potenzielle Gründer auseinandersetzen müssen.

 

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Unternehmerisches Selbstbewusstsein der Deutschen nicht groß genug

Eigenschaften wie Eigeninitiative, Kreativität oder Risikobereitschaft werden deutschen Gründern selten nachgesagt. Physische Infrastrukturen wie Informations- und Kommunikationstechnik, aber auch die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen und unmittelbaren Verkehrswegen erschweren den Aufbau eines unternehmerischen Selbstbewusstseins; genauso wie die Bereitstellung öffentlicher Fördermittel und Berater junger Firmen.

Damit es nicht an zuletzt genannten Punkt scheitert, vereinbaren Sie noch heute einen Termin für ein persönliches Gründercoaching.


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