Ein Headhunter ist ein spezialisierter Personalberater, der im Auftrag von Unternehmen gezielt nach hochqualifizierten Fach- und Führungskräften sucht. Anders als klassische Stellenanzeigen setzt er auf die aktive Direktansprache geeigneter Kandidaten – auch solcher, die aktuell nicht aktiv auf Jobsuche sind.
Der Begriff „Headhunter” leitet sich vom englischen „Headhunt” ab, was wörtlich „Kopfjagd” bedeutet. Gemeint ist damit die gezielte Suche nach kompetenten Fachkräften für offene Positionen. Mit dem sogenannten Bounty Hunter – dem Kopfgeldjäger – hat ein Headhunter dagegen nichts gemein: Das englische Wort „Bounty” steht für Prämie oder Kopfgeld und bezeichnet eine völlig andere Berufsgruppe.
Die Berufsbezeichnung „Headhunter” ist rechtlich nicht geschützt. Deshalb können sich Tätigkeitsfeld und Spezialisierung von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. In der Praxis wird der Begriff häufig synonym mit „Executive Search Berater” oder „Personalberater” verwendet.
Unternehmen engagieren Headhunter vor allem dann, wenn die eigene Personalsuche nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hat oder wenn eine Stelle besonders diskret besetzt werden soll – etwa um die Konkurrenz nicht aufmerksam zu machen.
Das Kerngeschäft eines Headhunters ist die aktive Kandidatensuche. Dafür nutzt er verschiedene Kanäle: Branchennetzwerke, berufliche Plattformen wie LinkedIn oder Xing, aber auch persönliche Kontakte und interne Datenbanken. Findet er geeignete Kandidaten, spricht er diese direkt an – mitunter auch während der Arbeitszeit per Telefon oder Nachricht.
Diese Direktansprache ist ein wesentliches Merkmal des Headhuntings und unterscheidet es von der passiven Stellenausschreibung. Kandidaten müssen also nicht aktiv auf Jobsuche sein, um von einem Headhunter kontaktiert zu werden.
Manche Headhunter bieten neben der reinen Kandidatensuche auch ergänzende Beratungsleistungen an. Dazu gehören zum Beispiel Empfehlungen zur Gestaltung von Arbeitsverträgen, zur Gehaltsstruktur oder zur strategischen Personalplanung. Der Umfang dieser Leistungen hängt vom jeweiligen Auftrag und Anbieter ab.
Der Prozess eines Headhunters folgt in der Regel einem strukturierten Ablauf:
Bei erfolgreicher Vermittlung erhält der Headhunter eine Provision vom auftraggebenden Unternehmen – nicht vom Kandidaten.
Die Begriffe werden im Alltag oft vermischt, bezeichnen aber unterschiedliche Rollen:
Der wesentliche Unterschied zur klassischen Arbeitsvermittlung liegt in der Finanzierung: Während Arbeitsvermittlung im Auftrag des Arbeitssuchenden erfolgt und etwa durch die Bundesagentur für Arbeit finanziert werden kann, wird der Headhunter ausschließlich vom Arbeitgeber bezahlt.
Eine Kontaktaufnahme durch einen Headhunter ist kein Grund zur Verunsicherung – im Gegenteil. Sie signalisiert, dass Ihr Profil für eine attraktive Position relevant ist. Dennoch lohnt es sich, besonnen vorzugehen:
Die Kosten eines Headhunters trägt ausschließlich das beauftragende Unternehmen – für Kandidaten entstehen keine Kosten. Die Vergütung des Headhunters erfolgt üblicherweise erfolgsbasiert als Provision, die sich an der Jahresvergütung der vermittelten Stelle orientiert. Üblich sind Werte zwischen 20 und 33 Prozent des Jahresgehalts. Manche Anbieter berechnen zusätzlich ein Retainer-Honorar für den Suchauftrag selbst, unabhängig vom Vermittlungserfolg.
Für Unternehmen lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Headhunter besonders dann, wenn:
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